Nationaler Wandertag wurde für das National-'demokratische' Aktionsbüro zum UmFaller
Am Samstag den 16. April 2005 christlicher Zeitrechnung fanden sich die Sozialistische Jugend, Junge Generation, Gewerkschaftsjugend, Grüne, KPÖ, SPÖ und natürlich einige Unabhängige am idyllischen Knittelfelder Hauptplatz zu einer Mahnwache gegen den geplanten "Nationalen Wandertag, des rechtsextremen Nationaldemokratischen Aktionsbüros (NDAB) ein.
Die Knittelfelder Bevölkerung hat an der Mahnwache rege partizipiert. Fast an jeder Ecke waren improvisierte Plakate zu sehen, die zur Teilnahme an der Mahnwache und gegen den Wandertag der Faschisten aufriefen. Das NDAB hat mit diesem Wandertag ganz klar verloren.Was ist dieses "Nationaldemokratische Aktionsbüro, eigentlich? Nun ja, es ist ein Verein. Ein Naziverein der von einer präsumptuosen Gestalt namens Robert Faller geleitet wird. Der Oberösterreicher Robert Faller ist in der österreichischen Neonazi-Szene nicht unbekannt. Faller, der für den Webauftritt des NDAB verantwortlich zeichnet, hat sich schon als Mit-Anmelder der Kundgebung gegen die Wehrmachtsausstellung in Wien am 13. April 2002 hervorgetan. Im Anschluss an diese Kundgebung marschierten rund 80 Teilnehmer durch die Wiener Innenstadt, skandierten "Sieg Heil!", und "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus".
Im Sommer 2002 versuchte Faller gemeinsam mit dem Korneuburger Neonazi Sascha Gasthuber unter dem Namen "Kameradschaft Germania, eine Demo "gegen linke Gewalt, in Salzburg zu veranstalten. Die Behörden reagierten in diesem Fall ausnahmsweise mit einem Verbot, da die Veranstalter und ihr Umfeld aufgrund ihres neonazistischen Charakters "nicht in den Schutzbereich der Versammlungsfreiheit Artikel 11, Abs. 2 der Menschenrechtskonvention fallen".In der Steiermark versuchte Faller erstmals im Jahr 2004 Fuß zu fassen, als er im Zuge der Diskussion um das Erzherzog-Johann Denkmal am Grazer Hauptplatz "keinen Fußbreit für Punker, Betrunkene und Störenfriede in der Grazer Innenstadt, forderte. Zudem soll eine Sonnwendfeier, deren Ort nach wie vor nicht bekannt ist, am 19. Juni des Vorjahres in der Steiermark stattgefunden haben. Es ist damit zu rechnen, dass sich diese und ähnliche Aktivitäten des NDAB in naher Zukunft häufen.Nur eine offensiv auftretende antifaschistische Bewegung kann diesen Ewiggestrigen das Wasser abgraben. Ob in Linz, Bludenz oder Knittelfeld, wo auch immer sie sich versammeln, wir müssen dort sein; gegen jeden bürgerlichen Anfall von "ach beachtet die nicht". Wir dürfen uns in diesem Zusammenhang allerdings nicht ausschließlich als Kampforganisationen gegen die Nazis begreifen, sondern müssen uns auch mit den gesellschaftlichen Ursachen für das Entstehen faschistischer Bewegungen beschäftigen. Im Verein mit der ArbeiterInnenklasse kann dem Kampf gegen den braunen Sumpf eine sozialistische Perspektive gegeben werden.



