Montag, 20. Oktober 2003
Am 3. und 4. Oktober vor 10 Jahren wurde in Moskau das Weiße Haus, das russische Parlament, beschossen. Hunderte von Menschen wurden getötet. Dies war die Entscheidung im Bürgerkrieg zwischen Präsident Jelzin und dem Parlament, das damals noch "höchster Sowjet" hieß. Heute vermeiden es die russischen Autoritäten tunlichst, über diese Ereignisse auch nur zu reden, und dies nicht nur, weil sie so blutig endeten, sondern vor allem deswegen, weil sie ein schiefes Licht auf das gesamte politische System in Russland werfen würden. Ebenso verhalten sich die westlichen Medien. Sie ziehen es vor die ganzen Ereignisse zu vergessen, weil sie nicht mit dem Bild der "friedlichen Umgestaltung in Osteuropa" zusammenpassen würden.